London: Zehntausende protestieren gegen Camerons Sparpolitik

Die Protestwelle erreicht die Insel: In London haben Zehntausende gegen die Sparpolitik der Cameron-Regierung protestiert. Sie werfen der Regierung vor, nicht die Interessen der Bürger, sondern die der Wirtschaft zu vertreten.

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In Großbritannien sind am vergangenen Samstag etwa 50.000 Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Sparpolitik der Regierung zu protestieren.

Die Kundgebung startete vor dem BBC-Gebäude in London und endete vor dem Parlaments-Gebäude in Westminster.

„Die Menschen in diesem Gebäude [britisches Unterhaus] repräsentieren nicht uns, sondern ihre Freunde aus der Wirtschaft. Es ist an der Zeit, uns die Machtbefugnisse zurückzuholen“, zitiert The Guardian den britischen Künstler Russel Brand.

Der Journalist Owen Jones fand deutliche Worte gegen die Bänker in Großbritannien:

„Wer ist wirklich verantwortlich für diese Sauerei im Land? Der polnische Obstpflücker oder die nigerianischen Krankenschwestern? Oder sind es die Bänker und Steuer-Verweigerer, die das Land in eine wirtschaftliche Katastrophe geführt haben?“

Zum Massenprotest hatte die People’s Assembly Against Austerity aufgerufen. Es ist eine Initiative aus Gewerkschaften, Bürgerorganisationen und einzelnen Volksvertretern. Doch der Protest in London war den öffentlich finanzierten britischen Medien keine große Schlagzeile wert.