Hamas kann Mitarbeiter nicht bezahlen und droht mit Eskalation

Die Minister der Islamisten-Organisation Hamas haben seit Monaten keine Gehälter erhalten. Die Palästinensische Autonomiebehörde verweigert die Auszahlungen. Doch die Hamas droht mit Gewalt und setzt der Behörde eine Zahl-Frist bis Mitte Juli.

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Offenbar verfügt die Islamisten-Organisation Hamas nicht über genügend eigene Geldmittel, um ihre Politiker im Gaza-Streifen zu bezahlen. Die Minister der Hamas sprachen am Freitag eine Drohung gegen die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) aus.

Die Behörde habe seit Monaten die Gehälter von 40.000 Hamas-Politikern nicht überwiesen. Sollte dieser Misstand weiter andauern, werde sich die Hamas als alleiniger Vertreter der Palästinenser im Gaza-Streifen ausrufen. Der Autonomiebehörde wurde eine Frist bis zum 13. Juli gesetzt. Danach könnte die Situation eskalieren.

Innerhalb der PA ist die PLO-Nachfolgepartei Fatah tonangebend. Die PA ist eine Art öffentliche Verwaltung der Palästinenser, in der aber auch die Hamas vertreten ist. Zwischen der PLO und der Hamas bestehen schon seit Jahren politische Zwistigkeiten.

Der Premierminister der PA Mahmud Abbas sagt, dass ein Sonderausschuss darüber entscheiden werde, welche Hamas-Mitglieder ihre Gehälter bekommen und welche nicht. Doch darüber sei noch keine Entscheidung getroffen worden, zitiert The Times of Israel den Premierminister.

Abbas hat Bedenken, weil Hamas-Mitglieder in die Ermordung von drei israelischen Jugendlichen verwickelt sein könnten (mehr hier). Währenddessen hat Katar sich bereit erklärt, die Gehälter der Hamas-Mitglieder zu begleichen.

Doch die internationalen Banken wollen keine Geldtransfers für oder von der Hamas vornehmen. Die Gruppe wird international als terroristische Vereinigung eingestuft.

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