Manipulations-Vorwurf: Lächerliche Strafe für JPMorgan

Eine JPMorgan–Tochter lieferte über Jahre fehlerhafte Daten an die US-Börsenaufsicht. Die mehrfache Aufforderung, die Berichte zu korrigieren, ignorierte das Unternehmen. Die nun verhängte Strafe fällt mit 650.000 US-Dollar geradezu lächerlich aus.

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Eine Tochter von JPMorgan, die J.P. Morgan Securities LLC (JMPS), lieferte wohl monatelang falsche Terminmarktdaten. Die US-Börsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verhängte daraufhin eine Strafe von 650.000 US-Dollar.

Zuvor war JMPS mehrfach aufgefordert worden, die richtigen Daten zu übermitteln und Reporting-Mängel zu beseitigen.

„Die Berichte von JPMS im Rahmen des Large Trader Reports enthielten weiterhin Hunderte von Fehlern im Zeitraum von 1. Februar 2013 bis Februar 2014″, heißt es in der Erklärung von CFTC.

Die Large Trader Reports dienen der CFTC dazu, potentielle Marktrisiken einzuschätzen und zur Überwachung, ob Regeln der Börsenaufsicht eingehalten wurden.

JPMorgan stand schon mehrfach unter Manipulationsverdacht, etwa beim Libor oder Euribor. Im Herbst 2013 musste JPMorgan 13 Milliarden Dollar Strafe wegen Manipulationen am Goldpreis zahlen (mehr dazu hier). Doch seither hat sich das Blatt gewendet, und die Amerikaner versuchen, sich noch mehr bei den europäischen Banken zu holen.

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