Donezk: Luftangriff der Ukraine trifft Zahnklinik

Die ost-ukrainische Stadt Donezk war erneut Ziel eines Luftangriffes. Getroffen wurden Häuser von Zivilisten und eine Zahnklinik. Eine Person wurde getötet, eine weitere schwer verletzt. Die Bewohner wurden zum Verlassen der Millionenstadt aufgerufen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Donnerstag, um 10.40 Uhr Ortszeit, hat die ukrainische Armee einen weiteren Luftangriff auf die Stadt Donezk durchgeführt. Die Raketen trafen zivile Häuser in der Rosa-Luxemburg-Straße und eine Zahnklink. Ein Zivilist kam dabei ums Leben. Einer Frau wurden beide Beine abgerissen, die zur Stunde amputiert werden. Das berichtet der Korrespondent des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus Österreich (ORF) Christian Wehrschütz den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Neben der Zahnklink soll sich ein Stützpunkt der Rebellen befinden, so Wehrschütz. Dieser war bereits das Ziel des Angriffes von Mittwoch (mehr dazu hier), auch dieses Mal wurde er nicht getroffen.

Die Kämpfe zwischen ukrainischer Armee und Separatisten rücken immer mehr in die Innenstadt. Die Separatisten werden von den Außenbezirken in die Mitte von Donezk getrieben, so Wehrschütz.

Die Einwohner von Donezk wurden dazu aufgerufen, die Stadt zu verlassen. Einen Evakuierungsplan für die 600.000 verbliebenen Bewohner gibt es allerdings nicht. Bereits 300.000 Bürger sind vor den Kämpfen geflohen: Ein Teil zu Beginn der Auseinandersetzungen, aus Angst vor den Russen in die Ukraine. Danach eine weitere Welle, diesmal als Reaktion auf die ukrainischen Angriffe, in Richtung Russland. Und seit einiger Zeit versuchen die Bewohner nur noch, aus der Stadt zu kommen, wo die Kämpfe längst in den Wohnvierteln toben. Die UN sprechen von einer humanitären Katastrophe.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht vom System und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick