Russland-Sanktionen: Rückschläge für Opel und Kapsch

Der Sanktionskrieg der EU mit Russland hat Folgen für Opel: Der Autobauer muss in seinem Werk in St. Petersburg Kurzarbeit fahren. Der österreichische Mautsystem-Anbieter wird Opfer eines Ausschreibungsstopps für eine landesweite LKW-Maut in Russland.

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Wegen der gebremsten Nachfrage auf dem russischen Automarkt fährt General Motors in seinem Werk bei St. Petersburg die Produktion zurück und setzt auf Kurzarbeit. Im August und September werde nur vier Tage im Monat gearbeitet, sagte ein Firmensprecher am Donnerstag. Im Oktober sollen die Autos dann wieder an acht Tagen von den Bändern rollen. In dem Werk werden der Opel Astra sowie die Chevrolet-Modelle Cruze und Trailblazer gebaut.

Viele Russen haben größere Anschaffungen verschoben, weil die Wirtschaft unter einer Flaute leidet. Für zusätzliche Verunsicherung sorgen die Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise. Innerhalb eines Jahres ist der Autoabsatz in Russland um fast ein Viertel eingebrochen.

Auch der österreichische Mautsysteme-Anbieter Kapsch muss seine Hoffnung auf einen Großauftrag in Russland begraben. Die zuständige staatliche Behörde habe die Ausschreibung für ein landesweites elektronisches Mautsystem für schwere LKW über zwölf Tonnen gestoppt, wie Kapsch am Donnerstag mitteilte. Das österreichische Unternehmen habe sich zwar nicht selbst um den Auftrag beworben – wollte aber den russischen Partner Nis Glonass beliefern, falls diese zum Zuge gekommen wäre, wie ein Sprecher sagte. Zuvor habe Russland eine Entscheidung in dem bereits seit Monaten laufenden Vergabeverfahren mehrmals verschoben. Ob die gestoppte Ausschreibung mit der Ukraine-Krise und Sanktionen gegen Russland in Zusammenhang stehe, könne Kapsch nicht einschätzen, sagte der Sprecher.

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