Staatsanwalt ermittelt gegen Bad Bank der HRE

Aufgrund des Schuldenschnitts in Griechenland ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Bad Bank der Hypo Real Estate. Die Bank habe griechische Staatsanleihen möglicherweise unter Wert verkauft. Die Behörde untersucht nun den Vorwurf der Untreue.

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Die Bad Bank der in der Finanzkrise kollabierten Hypo Real Estate gerät wegen des Griechenland-Schuldenschnitts ins Visier der Strafverfolger. Wegen des Verdachts der Untreue sei ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der FMS Wertmanagement eingeleitet worden, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München am Mittwoch. Die FMS habe griechische Staatsanleihen möglicherweise unter Wert verkauft. Die Behörde gehe deshalb der Frage nach, ob dadurch ein Schaden entstanden sei oder ob es sich um eine straflose unternehmerische Entscheidung handle, sagte der Sprecher. Die staatliche Abwicklungsbank FMS bezeichnete den Verdacht als haltlos.

Hintergrund ist der international vereinbarte Schuldenerlass für Griechenland im Jahr 2012. Damals hatte die FMS, die die Altlasten der Hypo Real Estate abwickelt, griechische Staatsanleihen mit Verlust an der Börse verkauft oder zum Umtausch eingereicht. Ähnlich gingen auch andere Gläubiger vor.

Die FMS habe unnötig hohe Zugeständnisse gemacht, berichtete die FAZ im September. Sie hätte Verluste von 2,56 Milliarden Euro für den deutschen Steuerzahler vermeiden können, hieß es in dem Bericht. Die Staatsanwaltschaft nahm anschließend Ermittlungen auf. Parallel erhielt sie nach eigenen Angaben mehrere Anzeigen.

„Die FMS Wertmanagement hat von sich aus Kontakt zur Staatsanwaltschaft aufgenommen, nachdem der Anzeigensteller seine Strafanzeige im Internet veröffentlicht hatte“, erklärte ein Sprecher der FMS. Die Bank werde mit den Ermittlern uneingeschränkt kooperieren und ihnen eine Stellungnahme zuleiten. „Daraus wird sich ergeben, dass die in der Strafanzeige aufgestellten Behauptungen unrichtig sind und jeder Tatsachengrundlage entbehren.“ FMS-Chef Christian Bluhm habe bereits im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten die Vorwürfe ausgeräumt. Den Politikern hatte Bluhm im Finanzmarktgremium des Parlaments über die Sache berichtet.

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