Wegen Russland: Industrie-Produktion in Eurozone bricht ein

Die Industrie in der Euro-Zone hat die Produktion seit Inkrafttreten der Sanktionen im August um 1,8 Prozent zurückgefahren. Vor allem die Nachfrage nach Maschinen und Fahrzeugen schwindet. Deren Erzeugung ging sogar um 4,8 Prozent zurück.

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Die Industrie-Produktion in den Euro-Ländern ging mit Beginn der Russland-Sanktionen im August um 2,8 Prozent zurück. (Grafik. Eurostat)

Die Industrie-Produktion in den Euro-Ländern ging mit Beginn der Russland-Sanktionen im August um 2,8 Prozent zurück. (Grafik. Eurostat)

Die Industrie in der Euro-Zone hat ihre Produktion im August deutlich zurückgefahren. Sie schrumpfte um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Brüssel mitteilte. Experten hatten einen Rückgang um 1,6 Prozent erwartet. Im Juli zog die Fertigung noch um 0,9 Prozent an. Am 31. Juli wurden dann die Russland-Sanktionen der EU offiziell beschlossen.

Der kräftige Rückgang im August ist neben den Sanktionen auf die schwindende Nachfrage nach Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen zurückzuführen. Deren Erzeugung ging um 4,8 Prozent zurück. Die Energieproduktion legte hingegen um 1,2 Prozent zu.

Die Industrie in den Euro-Ländern ist laut einer Umfrage des Instituts Markit im September kaum noch gewachsen. Auch der Ausblick auf die nähere Zukunft ist laut Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson besorgniserregend. Die Auftragseingänge verringerten sich im vorigen Monat erstmals seit Juni vorigen Jahres.

Auch die deutsche Industrieproduktion schrumpft seit Beginn der Sanktionen: Die Aufträge im August brachen so stark ein wie seit fünfeinhalb Jahren nicht.

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