Spionage-Verdacht: Griechische Polizei nimmt deutschen Rentner fest

Ein Deutscher wurde auf der griechischen Insel Kos wegen des Verdachts auf Spionage festgenommen. Er soll Fotos von Militäreinrichtungen geschossen haben. Vergangenes Jahr nahmen die griechischen Beamten einen 72-jährigen Deutschen fest. Ihm wurde ebenfalls Agenten-Tätigkeit vorgeworfen. Der Deutsche soll nach eigenen Angaben im Auftrag anonymer türkischer Auftraggeber gehandelt haben.

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Ein 65-jähriger Deutscher, der seit zwei Jahren auf der östlichen ägäischen Insel Kos lebt, wurde am Mittwoch wegen des Verdachts auf Spionage verhaftet.

Ein Wachposten des Militärstützpunkts auf der Insel hatte den Verdächtigen beobachtet und der Polizei gemeldet. Der Mann soll aus seinem Fahrzeug heraus den Militärstützpunkt fotografiert haben, berichtet die Zeitung Kathimerini.

Die Polizeibeamten durchsuchten sein Fahrzeug und fanden ein Fernglas, ein Zielfernrohr, digitale Speichergeräte, einen Computer und ein Notebook. Weiterhin sollen sie handschriftliche Notizen sichergestellt haben. Im Rahmen einer zusätzlichen Durchsuchung seiner Wohnung, wurden auch Notizen mit Koordinaten entdeckt, die den Koordinaten von militärischen Einrichtungen auf der Insel entsprechen.

Im vergangenen Jahr verhaftete die griechische Polizei auf der Insel Chios einen 72-jährigen deutschen Rentner. Auch ihm wurde Spionage vorgeworfen. Die Beamten stellten drei Laptops, zwei Kameras, 14 Speicherkarten, fünf USB-Flash-Laufwerke, fünf Karten für Touristen der Insel, zwei Handys und ein Fernglas mit einer eingebauten Kamera sicher, meldet die Athener Nachrichtenagentur ANA-MPA.

Er gab an, den Spionageaufträge von unbekannten Türken erhalten zu haben. Der Rentner soll für seine Aufnahmen zwischen 500 und 1.500 Euro bekommen haben.

Die griechische Tageszeitung Ta Nea berichtete im Juni, dass auch der Bundesnachrichtendienst in Griechenland aktiv sei. Dieser habe E-Mails und Telefonate von Griechen gezielt ausgespäht.

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