Elektrostatik erhöht Geschicklichkeit von Maschinen

Ein neuer Roboterarm kann Gegenstände mittels elektrostatisch geladener Finger greifen. Die Elektro-Adhäsion soll Roboterhände flexibler und griffsicherer machen. Die Technologie funktioniert ähnlich wie Magnetismus und soll in der Industrie eingesetzt werden.

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Elektro-Adhäsion funktioniert auch für Nicht-Metalle wie ein Magnet. (Screenshot)

Elektro-Adhäsion funktioniert auch für Nicht-Metalle wie ein Magnet. (Screenshot)

Ein US-Unternehmen hat eine Lösung für eines der Hauptproblem der Robotic-Technologie gefunden: Geschicktes und flexibles Greifen von Gegenständen. Elektrostatisch aufgeladene Finger der US-Firma Grabit sollen Roboterhände jetzt flexibler und griffsicherer machen, ohne dabei zu viel Energie zu verbrauchen.

Wie TechCrunch berichtet, stellt Grabit.Inc seit einiger Zeit Roboterarme für die Verarbeitungs- und Logistik-Industrie her. Bisher funktionierten Greifarme in dieser Branche mit EINER Methode; die das Objekt mittel einer Vakuumpumpe an den Greifer ansaugt. Das Verfahren ist allerdings sehr energieaufwendig, weil dazu jedesmal ein Vakuum erzeugt werden muss.

Das neue Verfahren ist daher wesentlich energiesparender: Laut Hersteller sogar nur ein tausendstel der Energie verbraucht . Der Greifarm nutzt festhalten  der Objekte die elektrostatische Aufladung. Der Effekt ist ähnlich dem, der etwa Haare beim Rubbeln an einem Luftballon an dem Gummi „festkleben“ lässt. Grabit spricht bei dem Prozess von „Elektroadhäsion“. Mittels Eletroden werden auf einer Oberfläche negative und positive Ladungen erzeugt. Berührt die so aufgeladene Oberfläche ein anderes Objekt, so gibt sie diese Ladung weiter. Die unterschiedlich geladenen Partikel ziehen einander an und wirken ähnlich wie Magnete.

Anders als diese funktioniert der „Grabber“ allerdings nicht nur mit Metallen: Auch Glasobjekte können damit beispielsweise gehoben werden, wenngleich die Haftung je nach Material höher oder geringer ausfallen kann. Die Anwendungsmöglichkeiten seien daher vielfältig: Von Service-Robotern bis zum medizinischen Bereich sei alles denkbar.

Das könnte die Technologie auch für das Weiße Haus interessant machen: Dort prüft die Regierung derzeit den weiteren Einsatz von Robotern im Kampf gegen Ebola.

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