Hollande deutet erstmals Verzicht auf neue Kandidatur an

Frankreichs Präsident Francois Hollande deutete erstmals an, dass er 2017 nicht wieder als Präsidentschaftskandidat antreten könnte: Wenn es nicht gelinge, die Arbeitslosigkeit zu senken, werde er sich den Franzosen nicht mehr präsentieren.

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In Frankreich soll es nach den Worten von Präsident Francois Hollande 2015 keine weiteren Steuerbelastungen geben. „Nächstes Jahr wird es für niemanden zusätzliche Steuern geben“, sagte Hollande bei einem TV-Auftritt am Donnerstagabend. Er signalisierte zugleich, dass er 2017 nicht zur Wiederwahl antreten werde, sollte er die Arbeitslosigkeit nicht verringern können. „Wenn ich bis zum Ende meiner Amtszeit keinen Erfolg habe, glauben Sie, ich werde mich den Franzosen 2017 präsentieren?“, sagte Hollande. „Die Franzosen wären unversöhnlich, und sie hätten recht damit.“ Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei über zehn Prozent.

Nach der Hälfte seiner fünfjährigen Amtszeit ist Hollande so unbeliebt wie nie. Dem Institut YouGov zufolge erhält er mit einer Zustimmungsrate von 12 bis 13 Prozent die schlechteste Bewertung, die je ein französischer Staatschef in Umfragen bekam.

Umfragen haben gezeigt, dass die Chefin des Front National, Marine Le Pen, im ersten Wahlgang sogar die meisten Stimmen erhalten könnte.

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