Ferguson vor Jury-Beschluss: Gouverneur verhängt Ausnahmezustand

In der US-Stadt Ferguson wurde erneut der Ausnahme-Zustand ausgerufen. Ein Geschworenen-Gericht entscheidet über eine mögliche Anklageerhebung gegen den Polizisten Darren Wilson. Er hatte im August einen Jugendlichen erschossen. Sollte sich die Jury zu Wilsons Vorteil entscheiden, könnte es zu Ausschreitungen kommen.

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Der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, hat in der Stadt Ferguson den Ausnahmezustand ausgerufen.

Die Nationalgarde steht seit Montag bereit und wartet auf den Einsatz-Befehl. In den kommenden Tagen wird ein zwölfköpfiges Geschworenen-Gericht darüber entscheiden, ob der Polizist Darren Wilson angeklagt wird oder nicht, berichtet die Nachrichten-Seite My Fox Memphis.

Er hatte im August den Jugendlichen Michael Brown mit seiner Dienstwaffe erschossen. Anschließend kam es zu schweren Ausschreitungen zwischen Ferguson-Anwohnern und US-Aktivisten auf der einen Seite und den Sicherheits-Kräften auf der anderen Seite. Amnesty International kritisierte den Einsatz von schweren Waffen gegen US-Bürger.

Währenddessen hat die Hacker-Gruppe Anonymous in den vergangenen Tagen mehrere Webseiten der rechtsradikalen US-Organisation Ku Klux Klan lahmgelegt. In einem YouTube-Video meldet die Gruppe, dass unter dem Motto „OperationKKK“ weitere „Angriffe“ stattfinden werden. Anonymous hat zudem zahlreiche Mitglieder des Klans ausgemacht und veröffentlicht ihre Bilder im Internet.

Der Ku Klux Klan versucht seit Monaten die aufgeheizte Stimmung in Ferguson zu nutzen, um seine Propaganda wirksam einzusetzen und weitere Anhänger zu gewinnen.

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