Russland schließt Militär-Bündnis mit Abchasien

Der russische Präsident Putin hat ein weitreichendes Abkommen mit der Region Abchasien geschlossen. Georgien, dessen EU-Beitritt von Brüssel betrieben wird, beansprucht die Region ebenfalls. Die Region könnte zum nächsten Konfliktherd zwischen Russland und der Nato werden.

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit der abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Die Regierung in Tiflis warf Russland daraufhin vor, die Region annektieren zu wollen. Die Nato und die Europäische Union kritisierten die Vereinbarung scharf und erklärten am Montag, diese nicht anzuerkennen.

Teil des Abkommens sind gemeinsame Verteidigungsaktivitäten und „ein Schutz der Staatsgrenze der Republik von Abchasien mit Georgien“. Zudem stellt Russland der Region fünf Milliarden Rubel (90 Millionen Euro) zur Verfügung.

Die Vereinbarung sei „absurd und unlogisch“, sagte Georgiens Präsident Georgi Margwelaschwili. In dem südlich von Russland liegenden Land hatte die russische Armee Separatisten in den abtrünnigen Provinzen Abchasien und Ossetien 2008 unterstützt und damit die Abspaltung beider Grenzregionen ermöglicht.

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