Neue Chip-Technologie verdoppelt Effizienz von Solar-Zellen

Ein französischer Chip-Hersteller hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Solar-Zellen mit einem Wirkungsgrad von 46 Prozent herstellen lassen. Dazu nutzt das Unternehmen eine Technik, die eigentlich zur Herstellung von Mikrochips gedacht ist. So ließe sich demnach doppelt so viel Sonnenenergie in Strom umwandeln als mit herkömmlichen Solarzellen.

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Ein französischer Chip-Hersteller hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich serienmäßig Solar-Zellen mit einem rekordverdächtigen Wirkungsgrad von 46 Prozent herstellen lassen. Dazu nutze das Unternehmen namens Soitec einfach die Technik, die eigentlich zur Herstellung von Mikrochips gedacht sei.

Damit ließe sich mehr als doppelt so viel Sonnenlicht in Strom umwandeln als mit herkömmliche Solar-Zellen. Deren Wirkungsgrade liegen bisher bei weniger als 20 Prozent. Der Wirkungsgrad einer Solarzelle gibt an, wie viel der zur Verfügung stehenden Energie von der Photovoltaik Zelle, dem Modul oder der Anlage in Solarstrom umgewandelt wird.

Dadurch, dass ein bereits etabliertes Herstellungsverfahren genutzt werden kann, könnten zudem die Produktionskosten niedrig gehalten werden. Dadurch lohne sich die Herstellung der super-effizienten Zellen trotz des eigentlich recht aufwendige Herstellungsprozesses, berichtet das MIT-Fachmagazin Technology Review

In den letzten Jahren haben sich demnach die Kosten für Solarstrom bereits um über 80 Prozent reduziert, vor allem, weil Unternehmen billigere Methoden zur Herstellung herkömmlicher Silizium-Solarzellen gefunden haben.

Soitec ist eine von mehreren Firmen die stattdessen versucht, die Kosten für Solarzellen durch mehr Effizienz zu senken. So seien weniger Zellen erforderlich, um die gleiche Menge an Leistung zu erzeugen. Das senkt die Installationskosten, die mehr als die Hälfte der Kosten für Solarstrom ausmachen. Die Herausforderung sei es daher,  eine höhere Effizienz zu erreichen, ohne die Kosten für die Herstellung der Zellen signifikant zu steigern.

Normale Solarzellen verwenden einen Halbleiter, um Sonnenlicht in Elektrizität umzuwandeln. Die Soitec-Zellen hingegen haben vier Halbleiter, die jeweils auf einen anderen Teil des Sonnenspektrums abzielen.

Die Kombination mehrerer Halbleiter in einer Solarzelle ist eine bekannte Idee, die bisher allerdings schwer in die Praxis umzusetzen war. Den Prozess aus der Microchip-Technik dazu wieder zu verwenden, könnte daher den entscheidenden Vorteil bringen, und die Halbleitern stabil und günstig zu produzieren.


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