Nato fordert von Bulgarien höhere Militär-Ausgaben

Die Nato will, dass Bulgarien seine Rüstungsausgaben erhöht. Die Regierung in Sofia stimmt dem Ansinnen zu und will russisches Kriegsgerät durch Waffen aus dem Westen ersetzen.

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Die Nato hat Bulgarien aufgefordert, die Rüstungsausgaben zu erhöhen. «Durch Investitionen in die Verteidigung wird Bulgarien sicher und die Nato stark bleiben», sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag in Sofia. Bulgarien rief seinerseits die Nato-Partner auf, dem einstigen Ostblockland bei der Umrüstung seiner Streitkräfte zu helfen.

«Es ist für uns eine Priorität, die Abhängigkeit von nur einem Lieferanten von Militärtechnologie zu verringern und die Zusammenarbeit der bulgarischen Armee mit den Streitkräften der Verbündeten zu intensivieren», betonte Staatschef Rossen Plewneliew nach einem Treffen mit Stoltenberg. Bulgarien ist seit 2004 Nato-Mitglied, seine Streitkräfte sind aber noch immer zum großen Teil mit russischen Waffen und Technik ausgerüstet.

Plewneliew versprach, Bulgarien werde den Verteidigungsetat aufstocken. Der Staatschef erklärte die geschrumpften Rüstungsausgaben mit der schweren Wirtschaftskrise in Bulgarien und dem Bankrott der viertgrößten Bank. Das ärmste EU-Land kalkuliert für das laufende Jahr nach offiziellen Angaben mit Rüstungsausgaben von bis zu 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts BIP. Die Nato besteht aber auf zwei Prozent des BIP.

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