Griechenland sagt Privatisierung von Gasversorger ab

Erneut stoppt die neue Regierung in Griechenland zwei Privatisierungen. Die Verkäufe sind eine der Auflagen der internationalen Geldgeber für ihre Finanzhilfen an das hoch verschuldete Land.

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Die neue griechische Regierung erteilt zwei Projekten ihrer Vorgänger eine Absage. Der geplante Verkauf eines 65-prozentigen Anteils am Gasversorger DEPA werde abgesagt, sagte Energieminister Panagiotis Lafazanis Reuters am Freitag. „Auf keinen Fall werden wir DEPA privatisieren und an irgendjemanden verkaufen, wer es auch ist.“

Auch ein geplantes Gold-Minen-Projekt im Norden des Landes steht vor dem Aus. „Wir sind absolut dagegen und wir werden die nächsten Schritte prüfen“, sagte Lafazanis. Das Projekt der kanadischen Eldorado Gold war das Aushängeschild der Vorgängerregierung, um ausländische Investoren ins Land zu locken.

Moderatere Töne schlug der Minister zum 400 Millionen Euro schweren geplanten Verkauf des Gasunternehmens DESFA an die Ölfirma SOCAR an. „Wir werden auf die EU-Entscheidung warten und dann über unsere Schritte nachdenken.“

Die Privatisierung von Staatseigentum ist eine der Auflagen der internationalen Geldgeber für ihre Finanzhilfen an das hoch verschuldete Land. Doch Syriza will die Privatisierungen stoppen. So wurde bereits der Verkauf des Hafens von Piräus gestoppt. Die Maßnahme ist eine symbolische Handlung ohne große wirtschaftliche Auswirkungen. Denn der wichtigste Interessent, ein chinesisches Konsortium, schlägt sich seit Jahren mit einer unwilligen Bürokratie herum und muss zudem der Regierung nachlaufen, damit sie ihre Schulden bei dem Konzern bezahlt.

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