Ortungs-App: US-Polizei fürchtet Überwachung durch Bürger

US-Polizisten drängen Google zur Abschaltung einer Funktion in einer beliebten Verkehrs-App. Die Anwendung erlaubt Nutzern, Polizei in der Nähe zu „melden“ um etwa vor Polizeikontrollen zu warnen. Die Polizisten fürchten jedoch, die Bekanntgabe ihres Aufenthaltsort könnte „Polizistenmörder“ anziehen.

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Das Polizei-Symbol könnte Polizisten-Hasser zu Anschlägen verführen, so die Befürchtung der Sherrifs. (Screenshot)

Das Polizei-Symbol könnte Polizisten-Hasser zu Anschlägen verführen, so die Befürchtung der Sherrifs. (Screenshot)

Die US-Polizisten drängen Google zur Abschaltung einer Funktion in einer der beliebtesten Apps der IT-Branche. weil die Verkehrs-App Waze das Leben von Polizisten gefährde. Die Anwendung erlaubt Nutzer, Polizei in der Nähe zu „melden“ und dient dazu, andere Nutzer vor Polizeikontrollen zu warnen. Die Polizisten fürchten jedoch, die Bekanntgabe ihres Aufenthaltsort könnte „Polizistenmörder“ anziehen.

Die Verkehrs-App namens Waze ist eine der beliebtesten Anwendungen überhaupt und wurde 2013 von Google für fast eine Milliarde Dollar gekauft, so ein Bericht des Guardian. Sie kombiniert GPS-Ortung mit einem sozialen Netzwerk-Charakter. 50 Millionen User in 200 Ländern nutzen die App für Echtzeit-Verkehrs-Informationen und Warnungen über Staus, Unfälle, Blitzer, Baustellen, Wetter und eben auch Polizeikontrollen.

Ein Polizisten-Icon wird dabei auf einer Umgebungskarte angezeigt und warnt Nutzer davor, wenn andere Nutzer in der Nähe Polizei gesichtet haben. Bei der Meldung einer Polizeistreife kann man zwischen „sichtbar“ und „versteckt“ wählen – also auch Polizisten in Zivil „verpetzen“.

Dieses Icon, das der Sheriff „Polizei-Stalker“ nennt, stelle eine Gefahr für die Einsatzkräfte dar, so die Gewerkschaft. „Die Polizei-Gemeinschaft sollte gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um den Besitzer, Google, dazu zu bringen, als das verantwortungsvolle Unternehmen zu handeln, das es immer war, und dieses Feature von der App zu entfernen noch bevor juristische Maßnahmen ergriffen werden müssen.“, zitiert der Guardian den Sheriff Mike Brown von der National Sheriff Association.

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