Griechenland: Tsipras schlägt Konservativen als neuen Staatspräsidenten vor

Der griechische Premier Alexis Tsipras hat überraschend einen Politiker der konservativen Nea Demokratia als neuen Staatspräsidenten vorgeschlagen. Das Land brauche in seiner schwierigen Lage einen Präsidenten, der von allen Parteien unterstützt werden könne.

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Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hat überraschend einen konservativen Ex-Innenminister für das Präsidentenamt vorgeschlagen. Der 64-jährige Parlamentarier und Jurist Prokopis Pavlopoulos solle neues Staatsoberhaupt werden, sagte Tsipras am Dienstag vor Abgeordneten seiner Partei Syriza. Eigentlich war erwartet worden, dass EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos nominiert werden würde. Dies hätte es der neuen Regierung in Athen erlaubt, einen eigenen Vertreter als Ersatz nach Brüssel zu schicken.

Tsipras begründete die Wahl mit dem Wunsch nach einem Kandidaten, der die Unterstützung der gesamten griechischen Politik genießt. Eine Mehrheit für Pavlopoulos im Parlament gilt als sicher. Von 2004 bis 2009 war er der Innenminister einer Regierung der Neuen Demokratie, die inzwischen die wichtigste Oppositionspartei ist. Die Wahl im Parlament beginnt am Mittwoch. Pavlopoulos würde die Nachfolge des 85-jährigen Karolos Papoulias antreten, dessen fünfjährige Amtszeit im März endet.

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