Ohne Rückflug: Niederländer planen erste Mars-Kolonie

In den Niederlanden laufen Vorbereitungen für die erste bemannte Mars-Mission. Hundert Bewerber aus aller Welt kämpfen um einen der Plätze für die 2024 geplante Reise. Ziel ist es, dort eine Kolonie zu gründen - ein Rückflug ist nicht vorgesehen.

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Eine niederländische Organisation trifft Vorbereitungen für die Kolonisierung des Planeten Mars. Im Jahr 2024 soll das erste bemannte Raumschiff zu dem roten Planeten aufbrechen. Von den ursprünglich rund 200.000 Bewerbern aus aller Welt für ein Ticket sind noch 100 in der engeren Auswahl. Am Ende sollen 24 Personen mitfliegen.

Der britische Guardian hat die Kandidaten interviewt und zehn aussichtsreiche Bewerber und ihre Motive vorgestellt. In der nächsten Stufe des Auswahlprozesses sollen demnach strenge astronautische Tests folgen. Interviews und Gruppen-Prüfungen sollen zeigen, wer psychologisch und körperlich stabil genug ist, um die Strapazen der jahrelangen Reise zu überstehen.

Finanziert wird das Projekt über Spenden, Crowd-Funding, Sponsoren, TV-Übertragungsrechte und Werbung. Erste Verträge sind etwa mit Lokheed Martin bereits abgeschlossen, um 2018 Satelliten und Erkundungsdrohnen vorzuschicken, um geeignete Landeplätze festzumachen. Eine Reality-Serie über die Kandidatenauswahl in dem Mars-Camp ist ebenfalls geplant, um das nötige Geld für das Mammut-Projekt einzusammeln.

Allein die erste Mission, die zunächst zwei Männer und zwei Frauen auf die Reise schicken soll, wird voraussichtlich rund 6 Milliarden Dollar kosten. Im Zwei-Jahres-Abstand sollen die weiteren Vierer-Gruppen folgen. Ab 2035 sollen die ersten Kandidaten landen.

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