Bundesbank: Staatsschulden steigen wegen Euro-Rettung

Die deutschen Staatsschulden haben sich im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um zwei Milliarden Euro erhöht. Seit 2010 hätten sich die Schulden um 91 Milliarden Euro erhöht. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sei die Euro-Rettung. Das meldete die Bundesbank am Mittwoch.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die Euro-Rettung hat den deutschen Schuldenberg 2014 leicht wachsen lassen. Obwohl der Staat im vergangenen Jahr 18 Milliarden Euro Überschuss verbuchte, erhöhte sich der Schuldenstand nach Angaben der Bundesbank vom Mittwoch gegenüber dem Vorjahr um 2 Milliarden Euro auf 2,168 Billionen Euro.

Die Schuldenquote – also der Schuldenstand im Verhältnis zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) – sank dank eines soliden Wirtschaftswachstums dennoch um 2,4 Punkte auf 74,7 Prozent. Damit reißt Deutschland wie schon seit Jahren erneut die Hürde von 60 Prozent, die der europäische Maastricht-Vertrag erlaubt. Dies hat aber keine Konsequenzen.

Der Anstieg der Staatsschulden ist nach Angaben der Notenbank vor allem darauf zurückzuführen, dass mit dem Überschuss per saldo nicht der Abbau von Schulden finanziert wurde, sondern etliche Milliarden in Hilfsmaßnahmen wie die deutsche Beteiligung am Euro-Rettungsfonds ESM floss.

Seit dem Jahr 2010 habe sich der deutsche Schuldenstand durch Maßnahmen im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise in Europa kontinuierlich um insgesamt 91 Milliarden Euro erhöht. Das entspreche 3,1 Prozent des aktuellen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Stützung der Banken im eigenen Land schlugen seit 2008 mit 236 Milliarden Euro zu Buche. Allerdings war dieser Posten in den vergangenen beiden Jahren rückläufig – vor allem weil die staatlichen «Bad Banks», die Altlasten von Krisenbanken abwickeln, Schulden abbauten.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick