Deutschland: Aufträge aus dem Ausland gehen zurück

Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat im Februar im Vergleich zum Vormonat einen Auftragsrückgang von 1,3 Prozent verzeichnet. Das bedeutet in Bezug auf die vergangenen neun Monate einen Negativ-Rekord.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts fielen die Auftragseingänge im deutschen verarbeitenden Gewerbe aus dem Ausland im Februar um insgesamt 1,6 Prozent. Die Auftragseingänge aus der Eurozone fielen um 2,1 Prozent und die Aufträge aus dem restlichen Ausland fielen im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent zurück. Die Aufträge aus dem restlichen Ausland verzeichneten damit den größten Rückgang seit neun Monaten.

Besonders betroffen sollen die Hersteller von Vorleistungs- und Investitionsgütern gewesen sein. Die Euro-Abwertung hat sich somit nicht positiv auf die deutsche Exportindustrie ausgewirkt. In den letzten Monaten haben die Zentralbanken in etlichen Ländern die Leitzinsen gesenkt. Dadurch verhindern sie eine stärkere Aufwertung der eigenen Währung und verlängern zugleich die Niedrigzinsphase. Das zeigt: Ein Abwertungswettlauf zugunsten der eigenen Exportwirtschaft bringt nichts, weil andere Länder immer mitziehen können. Im Gegenteil: In einem solchen Wettlauf um die weichste Währung würden am Ende alle verlieren, so der DHIK.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick