Franzosen wollen Hollande nicht mehr als Präsidenten sehen

Eine Umfrage hat ein vernichtendes Urteil für Frankreichs Präsident Francois Hollande erbracht: 81 Prozent der Befragten wollen nicht, dass Hollande noch einmal als Kandidat antritt. Es sei ihm nicht gelungen, die Wirtschaftslage zu verbessern.

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Die Franzosen lehnen laut einer Umfrage eine zweite Amtszeit von Präsident Francois Hollande ab. 81 Prozent der Befragten seien gegen eine erneute Kandidatur des Amtsinhabers bei den Präsidentschaftswahlen 2017, geht aus einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des CSA-Instituts für die Nachrichten-Website Atlantico hervor. Dies hänge vor allem mit der weiterhin schwächelnden Wirtschaft der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone zusammen. Hollande könne dabei wie auch in sozialen Fragen keine Erfolge vorweisen. Eine Trendwende am Arbeitsmarkt sei auch eineinhalb Jahre nach Auslaufen der eigentlichen Frist nicht erzielt worden. Im März war die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich wieder gestiegen. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde lag sie bei 10,6 Prozent. Hollande hat eine weitere Kandidatur davon abhängig gemacht, dass die Quote fällt.

Laut der für politische Umfragen zuständigen CSA-Managerin Yves-Marie Cann gibt es weitere Gründe für die schlechten Werte von Hollande: „Die steigenden steuerlichen Belastungen und der Verlust an Kaufkraft spielen ebenfalls eine Rolle bei der negativen Stimmung.“

Noch kurz nach dem islamistischen Attentat in Paris im Januar hatte es den Einschein gemacht, als könne Hollande die Gunst der Franzosen zurückgewinnen. Für eine anhaltende Verbesserung seiner Zustimmungswerte müsse Hollande allerdings wirtschaftliche und soziale Erfolge vorweisen, sagte Cann.

Bei Umfragen liegt die Kandidaten des Front National, Marine Le Pen, vorne. Als ihr aussichtsreichster Gegner gilt nun Nicholas Sarkozy, dem für den zweiten Wahlgang die besten Chancen eingeräumt werden.

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