Wegen Fracking: Öl-Firmen in den USA schließen ihre Bohranlagen

In den USA kommt es zur Schließung zahlreicher US-Förderanlagen. Den Firmen fehlt es aufgrund des niedrigen Öl-Preises an Liquidität, um ihre teuren Fracking-Förderungen zu finanzieren. Vergangene Woche hatten Spekulanten auf einen Anstieg des Öl-Preises gewettet.

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Die US-Ölproduktion ist rückläufig. Im Januar sank die Ölförderung in den Fracking-Formationen Eagle Ford, Bakken und Permian um etwa 110.000 Barrel pro Tag. Diese Rückgänge sind Teil einer systematischen Verringerung der Anzahl der Förderanlagen, die eingesetzt wurden, als der Ölpreis im Oktober 2014 unter 90 Dollar pro Barrel fiel, berichtet oilprice.com. Der niedrige Ölpreis führt zu einer Verringerung des „Cashflows“ und die Öl-Firmen verzeichnen einen Liquiditäts-Schwund. Die Instandhaltung der Fracking-Förderanlagen wird somit unmöglich.

Am Donnerstagnachmittag erreichte der Ölpreis pro Barrel der Sorte Brent 65,92 Dollar. Am 17. März lag der Brent-Preis noch bei 53,2 Dollar pro Barrel.

Hedge-Fonds und Spekulanten haben in der vergangenen Woche unverhältnismäßig viele Long-Kontrakte erworben. Damit wetten sie auf einen Anstieg der Öl-Preise. Ausschlaggebend für eine Erholung der Öl-Preise sollen das Ende des US-Fracking-Booms und der Konflikt im Jemen sein. Derzeit sind noch 734 US-Ölplattformen aktiv. Im Oktober 2014 waren es noch 1.609 aktive Plattformen, berichtet das Wall Street Journal.

Der Öl-Milliardär T. Boone Pickens sagte zuvor, dass die Überproduktion in der US-amerikanischen Fracking-Industrie gestoppt werden muss, um den Öl-Preis dauerhaft anzuheben. Es mache keinen Sinn, auf Kürzungen der Fördermengen der Saudis zu warten.

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