„Ernüchterung“: Keine positiven Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt

Nach einer Umfrage unter den Chefs aller Arbeitsagenturen wird es im aktuellen Jahr keinen Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen geben. Der konjunkturelle Schub sei noch zu schwach.

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Die Hoffnung auf einen Jobaufschwung in diesem Jahr hat einen Dämpfer bekommen. Nach einem zunächst vielversprechenden Auftakt zum Jahresanfang rechnen Arbeitsmarktforscher in den kommenden Monaten inzwischen nur noch mit einer stagnierenden Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Sie berufen sich dabei auf eine monatliche Umfrage unter den Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen.

Danach sei bei den Jobvermittlern vor Ort inzwischen „etwas Ernüchterung“ eingetreten, teilte das IAB am Donnerstag bei der Veröffentlichung seines monatlichen Arbeitsmarktbarometers mit. Der Indikator, der als Seismograph für die Arbeitsmarktentwicklung gilt, sank um 0,4 Punkte auf 99,9 Punkte. Schwächer war das Barometer zuletzt vor zwei Jahren gewesen. Werte unter 100 signalisieren steigende Erwerbslosigkeit, der Wert 100 eine Stagnation.

„Die Konjunktur konnte das Tempo vom Ende des letzten Jahres nicht halten“, kommentierte der IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber das Umfrageergebnis. Die Aussichten seien zwar nicht schlecht, „aber der konjunkturelle Schub reicht derzeit nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu senken“, betonte er. Eine Rolle spiele auch, dass der milde Winter den Arbeitsmarkt am Jahresanfang stärker als sonst begünstigt habe.

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