Frankreich: Schwere Unruhen nach Polizei-Gewalt gegen Migranten

In Nordfrankreich ist es zu schweren Zusammenstößen zwischen jungen Migranten und Polizisten gekommen. Auslöser der Krawalle war der Tod eines Mannes während einer Polizeikontrolle.

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In der französischen Stadt Tourcoing ist es vergangene Woche tagelang zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Migranten und französischen Sicherheitskräften gekommen. Genauer Ort der Zusammenstöße war das Viertel Bourgogne, wo die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50 Prozent liegt. Nach Angaben der Zeitung Direct Matin wurden 16 Autos zerstört. Dutzende Jugendliche wurden festgenommen.

Die Gewalt brach aus, als im Rahmen einer Polizeikontrolle ein Mann aus bisher nicht genannten Gründen zu Tode kam. Zwei weitere Insassen wurden verletzt. Sicher ist: Der Fahrer soll versucht haben, die Anweisungen der Polizei zu missachten und der Kontrolle zu entkommen.

Der französische Premier Manuel Valls hatte bereits im Januar von einer „territorialen, sozialen und ethnischen Apartheid“ in Frankreich gesprochen. „Seit zu langer Zeit bauen sich Spannungen auf. Zur sozialen Misere kommen die täglichen Diskriminierungen hinzu“, zitiert AFP den Premier.

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