RWE spricht mit arabischen Infrastrukturfonds über Ökostromprojekte

Der Essener Energiekonzern RWE führt offenbar Gespräche über gemeinsame Projekte mit Masdar, dem Infrastrukturfonds von Abu Dhabi. RWE kann zahlungskräftige Unterstützer gut gebrauchen. Der Konzern hat Schulden von knapp 28 Milliarden Euro.

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Der Essener Energiekonzern RWE führt nach Angaben eines Insiders Gespräche über gemeinsame Projekte mit dem Infrastrukturfonds von Abu Dhabi. „Masdar berät mit RWE über mögliche Investitionen in Ökostromprojekte“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch zu Reuters. RWE lehnte eine Stellungnahme ab. Vorstandschef Peter Terium hatte Reuters am Dienstag von Gesprächen mit einem Investor aus Abu Dhabi berichtet, den Namen aber nicht genannt. Masdar ist in Europa kein Unbekannter. Der Fonds ist wie der RWE-Konkurrent E.ON an dem Offshore-Windpark London Array beteiligt.

RWE kann zahlungskräftige Unterstützer gut gebrauchen. Den Konzern drücken Schulden von knapp 28 Milliarden Euro. In das Ökostromgeschäft stieg der lange Zeit auf Kohle- und Atomkraft setzende Versorger erst spät ein. Unter dem Druck wegbrechender Gewinne durch die Energiewende haben die Essener ihre Investitionen in Erneuerbare Energie zurückgefahren.

Die ersten Meldungen über Gespräche mit einem arabischen Investor hatten im März den Aktienkurs beflügelt. Anleger spekulierten, dass sich die Araber auch am RWE-Konzern beteiligen könnten. Terium hatte dies gegenüber Reuters am Dienstag nicht ausgeschlossen. Bei den jetzigen Gespräche gehe es aber um mögliche Wind- oder Solarprojekte in der Golf-Region.

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