CVC Capital kauft Musical-Betreiber Stage Entertainment

Der Finanzinvestor CVC Capital hat 60 Prozent niederländischen Musical-Produzenten und Theaterbetreiber Stage Entertainment erworben. CVC Capital gehören unter anderem der britische Freizeitpark-Betreiber Merlin und die Formel 1. Stage Entertainment soll etwa 400 Millionen Euro wert sein.

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Der europäische Finanzinvestor CVC Capital Partners geht unter die Musical-Veranstalter. Das Unternehmen, eines der größten der Private-Equity-Branche, übernimmt 60 Prozent an dem niederländischen Musical-Produzenten und Theaterbetreiber Stage Entertainment, wie dessen bisheriger Eigentümer Joop van den Ende am Freitag mitteilte. „Meine Begeisterung für Theater, vor allem Musical, ist nach wie vor stark, aber in meinem Alter muss ich realistisch sein“, begründete der 73-Jährige den Verkauf. Er bleibt mit 40 Prozent an dem Veranstalter von Musicals wie „Der König der Löwen“ beteiligt.

Mit der Hilfe von CVC könne Stage die Zuschauerzahlen innerhalb von fünf Jahren auf 20 Millionen pro Jahr verdoppeln. Nach Schätzungen vom März dürfte sein Amsterdamer Unternehmen etwa 400 Millionen Euro wert sein.

Stage besitzt allein in Deutschland zwölf Theaterhäuser, unter anderem in Hamburg, Stuttgart und Oberhausen, und zeigt dort sowie in Berlin Musical-Produktionen wie „Das Wunder von Bern“ über den deutschen Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 und das Abba-Potpourri „Mamma Mia!“. Auch die Eislauf-Showtournee „Holiday On Ice“ wird von Stage produziert. Mit 3500 Mitarbeitern setzt der Unterhaltungs-Konzern im Jahr eine halbe Milliarde Euro um.

Stage Entertainment gehörte ursprünglich zu Endemol, der von van den Ende und John de Mol gegründeten Produktionsfirma, die mit Fernsehformaten wie „Big Brother“ bekannt wurde. Als Endemol an die spanische Telefonica verkauft wurde, behielt van den Ende das Musical-Geschäft.

Auch CVC hat Erfahrung in der Unterhaltungsbranche: Dem Investor gehören unter anderem der britische Freizeitpark-Betreiber Merlin („Legoland“, „Heide Park“, „Madame Tussauds“ und „Sea Life“) sowie die weltgrößte Rennsportserie Formel 1.

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