Zehntausende Tsipras-Anhänger demonstrieren in Athen

Mindestens 20.000 Griechen protestierten am Montagabend für die Politik von Premier Tsipras. Dieser hatte zuvor seinen Rücktritt angekündigt, sollten sich die Griechen beim Referendum für die Sparpolitik der internationalen Geldgeber aussprechen.

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Mindestens 20.000 Anhänger der Syriza-Regierung in Griechenland haben am Montag für die Politik von Ministerpräsident Alexis Tsipras demonstriert. Sie versammelten sich vor dem Parlamentsgebäude und forderten, bei der Volksabstimmung am Sonntag den Spar- und Reformforderungen der internationalen Gläubiger eine Absage zu erteilen. „Unser Leben gehört nicht den Gläubigern“ und „Weicht nicht zurück“ war auf Spruchbändern zu lesen. Tsipras hat erklärt, ein „Nein“ bei dem Referendum bedeute nicht notwendigerweise die Aufgabe des Euro. Allerdings deutete er für den Fall eines Ja-Votums seinen Rücktritt an.

Tspiras hatte am Samstag angekündigt, das Volk in einem Referendum über die Forderungen der Geldgeber entscheiden zu lassen. Wegen des befürchteten Ansturms beunruhigter Sparer bleiben die Banken und Börsen des Landes bis kommenden Montag geschlossen.

Angela Merkel schweigt bislang zu den Entwicklungen in Griechenland. Bis auf ein Telefonat mit Barack Obama am Samstagabend ist keinerlei Information durgesickert. Stattdessen haben sich erstmals führende Koalitions-Politiker aus der Deckung gewagt und den Schaden benannt, der dem deutschen Steuerzahler aus dem Euro-Desaster erwächst: Insgesamt sind wohl 80 Milliarden Euro im Feuer.

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