Ukraine: Finanzministerin Jaresko warnt vor Staatspleite

Die ukrainische Finanzministerin Natalia Jaresko war am Donnerstag in Washington, um mit den internationalen Gläubigern Verhandlungen zu führen. Danach warnte sie vor einer Staatspleite. Der europäische Steuerzahler stützt das System mit Krediten in Millionenhöhe.

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Die ukrainische Finanzministerin Natalia Jaresko sagte am Donnerstag nach Verhandlungen mit internationalen Gläubigern in Washington, dass eine Zahlungsunfähigkeit der Ukraine durchaus wahrscheinlich sei, zitiert Ukrinform die Ministerin. „Wir haben keine endgültige Einigung mit unseren Gläubigern erzielt“, so Jaresko. Die nächste Verhandlungsrunde soll in der kommenden Woche stattfinden – wahrscheinlich  per Telefonkonferenz – teilte die Ministerin mit. Jaresko könnte die Aussage über eine mögliche Staatspleite auch getroffen haben, um ihre Verhandlungsposition gegenüber den Gläubigern zu stärken und einen teilweisen Schuldenschnitt herbeizuführen.

Die Ukraine hat in den vergangenen eineinhalb Jahren Milliarden an internationalen Krediten erhalten. In der kommenden Woche wird die Ukraine mit der Europäischen Investitionsbank einen weiteren Kreditvertrag über 400 Millionen Euro unterzeichnen. Die europäischen Steuergelder sollen in die Infrastruktur des Landes fließen. Es ist grundsätzlich fraglich, ob die europäischen Steuergelder und IWF-Kredite bei Finanzministerin Natalia Jaresko gut aufgehoben sind. In ihrer Zeit als Investment-Bankerin hat sie eine dubiose Rolle bei der Verwaltung von US-Steuergeldern gespielt: Während der von ihr verwaltete private Fonds Zuflüsse zu verzeichnen hatte, schrumpfte der Fonds mit den amerikanischen Steuergeldern.


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