Russland-Geschäft von Villeroy & Boch geht zurück

Das Russland-Geschäft des Keramikherstellers Villeroy & Boch ging im zweiten Quartal zurück. In den USA und dem überwiegenden Teil der Euroländer werde sich der private Konsum jedoch auf einem hohen Niveau stabilisieren.

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Der Keramikhersteller Villeroy & Boch hat vor allem dank guter Geschäfte im Ausland Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr gesteigert und seine Prognose bekräftigt. Im krisengeschüttelten Russland, wo Villeroy & Boch zu Jahresbeginn trotz der dortigen Wirtschaftskrise noch gut zulegte, flaute die Nachfrage für Badausstattung des Unternehmens jedoch im zweiten Quartal ab. Man beobachte die Entwicklung dort „kritisch“, wie der SDax -Konzern am Montag mitteilte. In den USA und dem überwiegenden Teil der Euroländer werde sich der private Konsum jedoch auf einem hohen Niveau stabilisieren, erwartet das saarländische Traditionsunternehmen.

Vor allem das Geschäft mit Badausstattung wie Wannen, Toiletten und Waschbecken lief im ersten Halbjahr insgesamt gut. Villeroy & Boch steigerte den Umsatz von Januar bis Juni um vier Prozent auf 387 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 16,3 Prozent auf 15,7 Millionen Euro. Im Gesamtjahr will der Konzern seinen Umsatz um drei bis fünf und das Betriebsergebnis um mehr als fünf Prozent verbessern, wie der Geschirr-, Fliesen- und Badausstattungshersteller bekräftigte.

Die 1748 gegründete Villeroy & Boch ist mit gut 7000 Mitarbeitern weltweit in 125 Ländern vertreten. Konkurrenten im Badgeschäft sind etwa die deutschen Firmen Duravit oder Hansgrohe.

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