Daimler und Renault schrauben Produktions-Plan für Mexiko zurück

Die gemeinsame Pkw-Produktion von Daimler und Renault-Nissan in Mexiko wird geringer ausfallen als zuvor geplant. Das Werk in Aguascalientes werde anfänglich über eine Produktionskapazität von 230.000 Stück verfügen und 2020 rund 3.600 Mitarbeiter beschäftigen.

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Die im vergangenen Jahr angekündigte gemeinsame Pkw-Produktion von Daimler und Renault-Nissan in Mexiko wird zunächst geringer ausfallen als ursprünglich geplant. Das Werk in Aguascalientes werde anfänglich über eine Produktionskapazität von 230.000 Stück verfügen und 2020 rund 3.600 Mitarbeiter beschäftigen, teilten die beiden Unternehmen am Dienstag zum Start ihres Gemeinschaftsunternehmens COMPAS mit. Vor gut einem Jahr hatten Daimler und Renault-Nissan eine Produktion von rund 300.000 Kompaktwagen jährlich mit rund 5700 Beschäftigten bis 2021 angekündigt. „Wir haben die Planung weiterentwickelt und nach Effizienzen und Flexibilität geschaut“, erklärte ein Daimler-Sprecher. Doch sei das nur die Startphase und der Aufbau weiterer Kapazitäten je nach Kundennachfrage möglich.

Daimler und Renault-Nissan arbeiten bereits seit 2010 zusammen, um durch die gemeinsame Produktion von Motoren, Antriebssträngen oder Plattformen die Kosten zu senken. Wie schon beim Renault-Twingo und dem Smart soll nur das Innenleben der Autos identisch sein, das Design aber unterschiedlich bleiben. In der neuen Fabrik, die am Nissan-Standort in Zentralmexiko entsteht, sollen ab 2017 Fahrzeuge der Nissan-Luxusmarke Infiniti gebaut werden. Ab 2018 soll die nächste Generation von Mercedes-Kompaktwagen der A- und B-Klasse vom Band rollen. Gemeinsam investieren Daimler und Renault-Nissan dafür eine Milliarde Dollar. Das wären nach dem aktuellen Wechselkurs zehn Prozent weniger als vor einem Jahr mit einer Milliarde Euro angekündigt.

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