Prozess gegen Ex-Porsche-Chef Wiedeking soll im Oktober beginnen

Die vor Jahren gescheiterte Übernahmeschlacht mit VW holt den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking wieder ein. Er und sein früherer Finanzchef sollen wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation vor Gericht. Der Prozessbeginn ist nun festgelegt.

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Der Prozess gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen ehemaligen Finanzchef Holger Härter soll am 22. Oktober beginnen. Der ursprünglich für 31. Juli geplante Auftakt war auf Herbst verschoben, nun hat das Landgericht Stuttgart den neuen Starttermin genannt. Für die Verhandlung wurden 25 Fortsetzungstermine bis zum 26. Februar festgelegt. Welche Zeugen und Sachverständige geladen werden sollen, sei noch nicht entschieden.

Der Vorwurf lautet Marktmanipulation. Die Staatsanwaltschaft wirft Wiedeking und Härter vor, Anleger zwischen 2007 und 2009 nicht ausreichend über Porsches Pläne zum VW-Einstieg informiert zu haben. Wiedeking und Härter weisen das zurück. Nach wie vor ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen den gesamten früheren Aufsichtsrat der Porsche SE wegen des Verdachts der Beihilfe zur Marktmanipulation.

Porsches früherer Finanzchef Härter war im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht bereits wegen Kreditbetrugs zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die neuen Vorwürfe könnten ihm und seinem früheren Chef nach Angaben der Staatsanwaltschaft Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren einbringen.

Als Porsche-Chef hatte Wendelin Wiedeking den
Sportwagenbauer aus der Krise zu immer neuen Rekorden geführt. Er gehörte zu den erfolgreichsten Managern des Landes, bis er sich bei dem Versuch verhob, den viel größeren Autobauer Volkswagen zu schlucken. Der Plan scheiterte auch wegen der Entwicklungen an den Finanzmärkten und der hohen Schuldenlast Porsches. Am Ende brachte es die Porsche-Holding nur auf 51 Prozent und musste das operative Geschäft der Porsche AG an VW verkaufen.

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