Kita-Streit: Arbeitgeber lehnen Zugeständnisse ab

Die Arbeitgeber wollen im Tarifstreit mit den Erziehern in Kindertagesstätten keine weiteren Zugeständnisse machen. Sie verweisen dabei auf die schlechte Finanzlage der Kommunen. Einen Schlichterspruch über 2 bis 4 Prozent mehr Gehalt hatten die Gewerkschaften zuvor als zu niedrig abgelehnt und mit weiteren Streiks gedroht.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Nach der Ablehnung des Schlichterspruchs im Kita-Tarifstreit durch die Gewerkschaften geben sich die Arbeitgeber hart und wollen keine weiteren Zugeständnisse machen. „Ich sehe keine Luft nach oben“, sagte der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, der Passauer Neuen Presse. „Es war auch für die Arbeitgeber nicht leicht, Akzeptanz für den Schlichterspruch zu finden. Das Ergebnis war nicht einstimmig“, erläuterte er. Der Verband habe auch Austritte von Gemeinden zu verzeichnen gehabt, denen der Schlichterspruch bereits zu teuer war.

„Wie man es auch dreht und wendet: Die Kassenlage ist schlecht. Die Kommunen sind an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gegangen, auch wenn einzelne den Abschluss sicherlich finanzieren könnten“, sagte Böhle.

Bei einer Abstimmung der beteiligten Gewerkschaften hatten sich deren Mitglieder aus dem Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes mit deutlicher Mehrheit gegen den Schlichterspruch von Ende Juni ausgesprochen. Dieser sieht Gehaltserhöhungen zwischen 2 und 4,5 Prozent vor. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, erklärte daraufhin am Samstag die Schlichtung für die insgesamt rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter für gescheitert. Er fügte hinzu: „Der Streik wird fortgesetzt“ – falls die Arbeitgeber nicht kräftig nachlegen.

Zum Verhalten der Gewerkschaften sagte Böhle: „Hier wird absurdes Theater aufgeführt.“

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick