Bunds: Deutsche Staatsanleihen überraschend unter Druck

Die deutschen Staatsanleihen sind am Montag unter Druck geraten. Noch ist nicht klar, ob sich im Bond-Markt der nächste Crash abzeichnet. Es könnte auch sein, dass China die Papiere abstößt, um an Cash zu kommen.

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Der Euro-Bund Future. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/euro_bund_future/chart?t=week&amp;boerse_id=7" target="_blank">ariva.de</a>)

Der Euro-Bund Future. (Grafik: ariva.de)

Im Bond-Markt ist eine gewisse Unruhe zu bemerken: Am Montag sanken die Bund-Futures bemerkenswert tief. Der Finanzblog Zerohedge vermutet, dass China damit begonnen haben könnte, deutsche Papiere zu verkaufen, um an Cash zu kommen. Peking hat vor kurzem bereits US-Anleihen für 100 Milliarden Dollar abgestoßen.

Auch die Zinsen stiegen. Daher wird es für die Bundesregierung teurer, Schulden zu machen.

Interessanterweise hatte Bundesfinanzminister vor wenigen Tagen genau diese Entwicklung antizipiert: Schäuble rechnet schon in naher Zukunft mit steigenden Zinsen für deutsche Staatsanleihen, die den Schuldendienst des Bundes verteuern werden. Angesichts der schwankenden Renditeentwicklung auf Schuldtitel des Bundes seit April 2015 „kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass Anpassungen bei den Zinsausgaben im Bundeshaushalt 2016 erforderlich sein werden“, zitiert der Spiegel aus internen Vorlagen des Finanzministeriums.

Weiter heißt es, für die kommenden Jahre werde im Bundeshaushalt von moderaten Zinserhöhungen ausgegangen. Es sei damit zu rechnen, „dass die günstigen Finanzierungen aus der Niedrigzinsphase schrittweise auslaufen werden und dann zu ungünstigeren Konditionen anschlussfinanziert werden müssen“, schreiben Schäubles Experten dem Bericht zufolge.

Im Bundeshaushalt für 2016 sind 23,8 Milliarden Euro für Zinsausgaben vor gesehen – das sind 7,6 Prozent aller Bundesausgaben.

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