Kanada importiert wieder europäisches Rindfleisch

Nach fast 20 Jahren hat Kanada die Sperre für europäisches Rindfleisch wieder aufgehoben. Aufgrund der Tierseuche BSE verhängte das Land ein Einfuhrverbot, von dem auch Deutschland betroffen war.

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Wie langwierig die Auswirkungen einer Tierseuche seien können, zeigt die BSE-Suche eindrücklich. Aufgrund dieser durften 19 europäische Länder jahrelang kein Rindfleisch mehr nach Kanada exportieren. Erst jetzt können diese Länder wieder ihr Rindfleisch nach Kanada einführen, wie die EU-Kommission mitteilte.

„Wir begrüßen die Entscheidung der kanadischen Regierung“; sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. „Das bringt einen willkommenen Schub für europäische Rindfleischerzeuger und -exporteure – gerade jetzt, wo Bauern in Europa besonders schwierige Zeiten durchlaufen.“

1996 hatte das Land die Sperre eingeführt. Neben Deutschland betraf dies vor allem die Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Belgien. Vor der Aufhebung der Sperre hatte sich Kanada das Fleischkontrollsystem der EU angesehen und in vier EU-Staaten Überprüfungen durchgeführt.

Indem Kanada 19 Mitgliedstaaten gleichzeitig anerkennt, zeige sich, dass die EU als Einheit mit einheitlichen, harmonisierten Normen funktioniere, deren Durchsetzung von der Kommission überwacht wird, heißt es von Seiten der EU-Kommission.

Anfang des Jahres hatten auch die USA angekündigt, wieder Rindfleisch aus Europa einführen zu lassen. Hier verhängte man 1998 ein entsprechendes Verbot aufgrund der BSE-Seuche. Damals wurde der EU-Kommission vorgeworfen, für TTIP einen Kuhhandel im wahrsten Sinne des Wortes mit den USA durchgeführt zu haben.

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