Zu teuer: Dänemark streicht Förderung von E-Autos

Für Tesla wird der dänische Markt unattraktiver. Nach anfänglicher, staatlicher Förderung der Elektro-Autos, rudert die neue Regierung des Landes zurück. Die steuerlichen Vorteile sollen nach und nach verschwinden. Für Tesla würde das aber bedeuten, dass der Preis für seine Autos in Dänemark um mehr als das Doppelte ansteigt.

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Der neue Tesla X. (Foto: Tesla Motors/EPA)

Der neue Tesla X. (Foto: Tesla Motors/EPA)

Das frühere Ziel, den CO2-Ausstoß des Landes bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, sei dem Minister für Energie, Forschung und Klima, Lars Christian Lilleholt, zufolge, schlicht zu teuer für die dänische Wirtschaft. Neben Zulassungssteuer zahlten die Halter von E-Autos bisher auch keine Umsatzsteuer und keine Umweltsteuer.

Nach und nach soll die staatliche Förderung für Elektro-Autos deshalb fallen. Und während ab dem 1. Juli des kommenden Jahres die Steuer auf den Ausstoß von Stickoxid entfällt, wird ab 2016 die Zulassungssteuer für E-Autos sukzessive steigen. Bisher sind die Elektro-Autos von der Zulassungssteuer befreit, ab 2016 müssen die Halter 20 Prozent der Steuer zahlen und ab 2020 ist der volle Betrag fällig.

Allein im ersten halben Jahr sind in Dänemark 1.240 Elektrofahrzeuge verkauft worden, so Germany Trade Invest – fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Besonders beliebt ist der US-Hersteller Tesla in Dänemark. Aber mit den neuen Regelungen zur Steuer wird sich der Preis für den Tesla S P85D im Jahr 2020 gegenüber heute verdoppelt haben. Für den Nissan Leaf Acentra liegt der Preis dann 28 Prozent über dem heutigen. „Das ist  nicht die Einführung einer Steuer auf Elektro-Autos, das ist der Ausstieg von Elektro-Autos in Dänemark“, so der dänische Pressesprecher von Tesla, Esben Pedersen.

„Die frühere Regierung hat vielleicht versprochen, die Elektro-Autos von den Steuern auszunehmen, aber sie haben einfach eines dabei vergessen: Das Geld genau dafür aufzutreiben“, sagte der dänische Finanzminister Claus Hjort Frederikse Bloomberg zufolge in Kopenhagen. Das Parlament muss die Änderungen noch genehmigen. Bis dato gibt es dazu jedoch keinen nennenswerten Widerstand aus dem Parlament.

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