Maschinenbau: Auslands-Aufträge brechen ein

Das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau hat sich im Jahresverlauf stark eingetrübt, so der Branchenverband VDMA. Im September sanken die Auftragseingänge um 13 Prozent, das Auslandsgeschäft sogar um 18 Prozent. Hauptursache sei die Krise in China.

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Die Konjunkturabkühlung in China macht den deutschen Maschinenbauern zu schaffen. „Im Verlauf des Jahres hat sich das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau wieder eingetrübt“, erklärte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, Ralph Wiechers, am Montag. Hauptursache seien Turbulenzen insbesondere in China, die auf andere wichtige Märkte ausstrahlten. Bislang sei es den Unternehmen aber gelungen, die dortigen Rückgänge durch Zuwächse in den klassischen Industrieländern zu kompensieren. So sanken die Bestellungen insgesamt in den ersten neun Monaten nur um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

„Das ist hart erarbeitet und zeugt von der hohen Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller“, betonte VDMA-Experte Olaf Wortmann. Im September sanken die Auftragseingänge indes um 13 Prozent, wie der Verband mitteilte. Während sie im Inland um ein Prozent zulegten, sank das Auslandsgeschäft um 18 Prozent. Nach Angaben Wortmanns hätten im Vorjahresmonat etliche Bestellungen über Großanlagen Rückenwind verliehen.

Trotz der Konjunkturschwäche in China ist die Volksrepublik für die Branche mit ihren rund eine Million Beschäftigten Hauptabsatzmarkt. „China ist der Markt Nummer eins für den deutschen Maschinenbau und er bleibt der Markt Nummer eins auf absehbare Zeit“, hatte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann zuletzt im Reuters-Interview erklärt.

Die einstige Lokomotive China wird für viele deutsche Unternehmen derzeit zum Bremsklotz. Wegen des trüben Geschäftsumfelds in den Schwellenländern haben zuletzt zahlreiche Firmen wie der Modekonzern Hugo Boss, der Autozulieferer Leoni oder der Spezialanlagenbauer Manz ihre Prognosen gesenkt und das vor allem mit Problemen auf dem riesigen chinesischen Markt begründet.

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