Fed-Mitarbeiter gab Informationen an Goldman Sachs weiter

Insgesamt 35 Schriftstücke sollen den Besitzer gewechselt haben. Goldman Sachs hat sich wegen der Verletzung der Bankengesetze mit den US-Aufsichtsbehörden geeinigt und 50 Millionen Dollar Strafe gezahlt.

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Ein mittlerweile ehemaliger Mitarbeiter der US-Notenbank in New York hat sich schuldig bekannt, vertrauliche Informationen seines Hauses an einen Kollegen bei der Investmentbank Goldman Sachs weitergegeben zu haben. Der 37-jährige Jason Gross räumte am Mittwoch vor einem Bundesgericht in Manhattan ein, Regierungseigentum gestohlen zu haben.

Sein ehemaliger Fed-Kollege Rohit Bansal, der im Juli 2014 zu Goldman Sachs wechselte, soll den Anschuldigungen der Behörden zufolge die Dokumente erhalten haben. Dabei soll es sich um insgesamt 35 Schriftstücke handeln. Diese habe Bansal widerrechtlich mit hochrangigen Goldman-Mitarbeitern geteilt, lautet der Vorwurf. Die Unterlagen sollen Informationen über ein Finanzinstitut enthalten haben, das Goldman bei einer Transaktion beraten habe.

Goldman Sachs hat sich Ende Oktober wegen Verletzung der Bankengesetze bereits mit den Aufsichtsbehörden geeinigt und eine Strafe von 50 Millionen Dollar gezahlt. Bansal soll am Donnerstag im Gericht zur Anhörung erscheinen. Die New Yorker Fed hat Gross mittlerweile entlassen. Auch Bansal musste nach Bekanntwerden der Anschuldigungen bei Goldman gehen.

Auch in Europa gibt es einen regen Austausch zwischen EZB und Großbanken. Hochrangige EZB-Vertreter trafen sich vor wichtigen Zinsentscheidungen mit Bankern, wie kürzlich bekannt wurde.

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