Bauern protestieren gegen niedrige Milch-Preise

Deutsche und französische Bauern haben an der Grenze gemeinsam gegen zu niedrige Milchpreise demonstriert. Vier Bauern stiegen dazu in ein aufblasbares Becken voller Milch. Mehr als hundert Milchbauern aus beiden Ländern nahmen an der Protestaktion auf der Europabrücke zwischen Straßburg und Kehl teil.

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Aus Protest gegen die niedrigen Milchpreise haben deutsche und französische Bauern ein Milchbad an der Grenze genommen. Unter dem Applaus ihrer Kollegen stiegen vier Bauern am Freitag in ein aufblasbares Becken voller Milch, die mit heißem Wasser verlängert war. Mehr als hundert Milchbauern aus beiden Ländern nahmen an der Protestaktion auf der Europabrücke zwischen Straßburg und Kehl teil. Zwei Protestzüge aus Traktoren trafen sich in der Mitte der Brücke, an der Spitze Kühe aus Pappmaché in den jeweiligen Landesfarben.

„Wir haben die selben Probleme auf beiden Seiten des Rheins: Die Preise fallen, weil wir eine Überproduktion haben“, sagte Germain Krantz vom Agrarverband Coordination rurale, der zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter die Aktion organisierte. „Derzeit liegt der Milchpreis unter den Produktionskosten, daher haben wir Verluste. Wir fordern eine europaweite Regulierung.“ Auf Plakaten hieß es „Bauern brauchen einen fairen Preis“. Die Bauern wollen mindestens 50 Cent pro Liter statt bisher 30 Cent in Frankreich und 27 Cent in Deutschland.

Die Bauern protestieren seit Monaten regelmäßig an der Grenze. Der Milchmarkt befindet sich aufgrund einer weltweiten Überproduktion in einer Krise. Hintergrund ist die Schließung des russischen Markts infolge der Sanktionen wegen der Ukraine-Krise, der Einbruch der Nachfrage in China sowie der Anstieg der Produktion in Europa infolge des Wegfalls der Milchquoten im März. Der BDM-Vertreter Stefan Lehmann sagte, in Krisenzeiten müsse das Angebot der Nachfrage angepasst werden. Dies müssten die Milchbauern selber tun, doch bräuchten sie dafür einen rechtlichen Rahmen.

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