Russland: IWF soll Schulden der Ukraine übernehmen

Russland schlägt vor, dass der IWF Kredite an die Ukraine vergibt, damit das Land seine Schulden bei Russland begleichen kann. Die Ukraine schuldet Russland drei Milliarden Dollar, die am 20. Dezember fällig werden. Sollte die Überweisung ausbleiben, wäre die Ukraine offiziell zahlungsunfähig.

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Der russische Finanzminister Anton Siluanow schließt ein Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen zu Gesprächen über eine mögliche Umschuldung nicht aus, berichtet die Nachrichtenagentur Tass. Allerdings sieht der Vorschlag der Russen anders aus, als die Ukrainer sich erhofft haben.

Am 20. Dezember muss die Ukraine russische Schulden in Höhe von drei Milliarden Dollar begleichen. Moskau schlägt der Regierung in Kiew vor, ihre Schulden von 2016 bis 2018 in drei Raten zu je einer Milliarde Dollar zurückzuzahlen. Siluanow will, dass sich der IWF an den Gesprächen zwischen der Ukraine und Russland beteiligt.

Der IWF soll die Ukraine dazu verpflichten, IWF-Kredite für die Begleichung von russischen Schulden bereitzustellen. Moskau sieht sich nicht in einer Reihe mit den anderen Gläubigern der Ukraine. Russland sei ein staatlicher Gläubiger, während es sich bei den anderen Gläubigern um kommerzielle Gläubiger handele. Dieser Schritt der Russen ist besonders interessant. Denn sollte die Ukraine die drei Milliarden Dollar im Dezember nicht überweisen, würde das Land offiziell als zahlungsunfähig dastehen.

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