Square überrascht an der Börse mit einem Kurs-Sprung

Das Börsendebüt von Square hat die Pessimisten überrascht: Die Aktie startete mit einem veritablen Kurssprung. Nun schöpfen auch andere Start-Ups Hoffnung.

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Dem von Twitter-Chef Jack Dorsey gegründeten Bezahlunternehmen Square ist an der Wall Street ein fulminantes Börsendebüt gelungen. Die Aktie notierte am Donnerstag bis zu 64 Prozent über dem Ausgabepreis von neun Dollar. Damit macht Square auch anderen Start-up-Unternehmen Hoffnung, die trotz schwieriger Märkte Börsengänge wagen wollen.

Square wurde 2009 von Dorsey mitgegründet und ermöglicht etwa kleinen Händlern oder Privatleuten, mit Hilfe ihres Smartphones oder Tablet-PCs sowie einem Kartenleser, bargeldlose Zahlungen anzubieten. Inzwischen sind auch Überweisungen zwischen Personen möglich, womit Square der früheren eBay -Tochter PayPal Konkurrenz machen will. In den Bezahlmarkt drängen aber auch High-Tech-Unternehmen wie Apple oder Amazon.com und andere Start-ups, etwa Stripe.

Vor dem Börsengang hatte Square allerdings den Ausgabepreis niedriger als erwartet angesetzt. Viele Analysten waren von elf bis 13 Dollar ausgegangen. Der höchste Kurs am ersten Handelstag lag bei 14,78 Dollar, woraus sich ein Börsenwert von 4,77 Milliarden Dollar ergibt. Dorseys Unternehmen konnte mit dem Gang aufs Parkett 243 Millionen Dollar einnehmen.

Zuletzt nahmen die Verluste zu, weil Square viel Geld in die Produktentwicklung steckte. In den ersten neun Monaten stand ein Fehlbetrag von 131,5 Millionen Dollar in der Bilanz. Der Umsatz legte aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast die Hälfte zu. Dorsey verwies in einem CNBC-Interview allerdings darauf, dass Square im zweiten Quartal die Gewinnschwelle erreichte.

Der Manager, der am Donnerstag seinen 39. Geburtstag feierte, ist auch Chef des Kurznachrichtendienstes Twitter, der ebenfalls Verluste schreibt. Deswegen kommt immer wieder die Frage auf, ob er der Doppelbelastung gewachsen ist.

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