Kein sauberer Krieg: US-Angriffe töten fast ausschließlich Zivilisten

Bei den US-Einsätzen in Afghanistan sind 90 Prozent der Drohnen-Opfer Zivilisten. Entgegen den Behauptungen der US-Generäle seien diese Angriff nicht zielgenau.

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Etwa 90 Prozent der Menschen in Afghanistan, die bei den jüngsten US-Drohneneinsätzen ums Leben gekommen sind, sind Zivilisten, denen der Angriff gar nicht gegolten habe, berichtet The Intercept.

Seit den Anschlägen vom 11. September gelten „gezielte Tötungen“ als Anti-Terror-Maßnahme und werden als Vergeltung gegen Al Kaida und die Taliban eingesetzt. Die dokumentierte Darstellung zeigt aber, dass von Januar 2012 bis Februar 2013 das US-Militär mehr als 200 Personen mittels Drohne getötet hat. Nur 35 waren beabsichtigte Ziele. Eine weitere fünfmonatige Untersuchung zeigt, dass etwa 90 Prozent zivile Opfer waren. Trotz der hohen Zahl der zivilen Opfer und der Kritik, die das Programm nicht transparent sei, hat Präsident Barack Obama die Angriffe wiederholt verteidigt.

Vier Ex-Mitglieder der US-Luftwaffe hatten sich kürzlich zu Wort gemeldet und dem Drohnenkrieg eine Mitschuld am Terror gegeben. Sie bezeichnen das militärische Vorgehen der USA als „eine der verheerendsten Triebfedern“ des internationalen Terrorismus. Durch den Drohnenkrieg würden unschuldige Zivilisten sterben. Dies fördere Hassgefühle, die wiederum den terroristischen Gruppen Zulauf bescheren.


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