Rüstungs-Industrie in Deutschland und der Schweiz profitiert von Krisen

Die Verkäufe der größten Rüstungsunternehmen sind weltweit zurückgegangen. Lediglich Schweizer und deutsche Konzerne konnten mehr verkaufen.

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Das vierte Jahr in Folge sind die Waffenverkäufe der 100 größten Rüstungsunternehmen dem Friedensforschungsinstitut SIPRI zufolge erneut gesunken. Real gingen die gesamten Waffenverkäufe zwischen 2013 und 2014 um 1,5 Prozent zurück. Vor allem Rüstungsunternehmen in Nordamerika und Europa haben deutlich weniger Waffen verkauft.

Eine Ausnahme bildet jedoch neben Deutschland auch die Schweiz. Während die Verkäufe der europäischen Unternehmen insgesamt 2014 um 7,4 Prozent zurückgingen, stiegen die Verkäufe deutscher Konzerne um 9,4 Prozent und die der Schweizer Konzerne sogar um 11,2 Prozent. In der Schweiz war vor allem das Geschäft der Pilatus Aircraft für den Anstieg verantwortlich. Das Unternehmen verbuchte eine gewachsene Nachfrage nach Trainingsflugzeugen.

Pilatus Aircraft bezeichnete 2014 jüngst selbst als „erfolgreichstes Jahr der Firmengeschichte“. 2014 konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent steigern: auf 1,174 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis von 200 Millionen Franken ist eine Steigerung um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis. „Der Bereich der Trainingsflugzeuge, die Business Unit Government Aviation, blickt erneut auf ein äusserst erfolgreiches Jahr zurück“, so das Unternehmen. Der Umsatz konnte um 22 Prozent gesteigert werden. Immerhin 70 Prozent des gesamten Jahresumsatzes von Pilatus wurden im Berichtsjahr von ihr erwirtschaftet.

Im Gegensatz zu den insgesamt sinkenden Waffenverkäufen in Nordamerika und Europa steigerte auch Russland seine Waffenverkäufe erneut. Die Zahl der russischen Unternehmen, die sich in den Top 100 der größten Rüstungsunternehmen befinden, erhöhte sich von 9 auf 11. Aus der Schweiz stammen nur zwei Unternehmen. Neben Pilatus Aircraft gehört auch RUAG zu den Top 100.

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