Teurer Franken treibt Schweizer zum Einkaufen nach Deutschland

Die Schweizer Bürger haben 2015 für knapp elf Milliarden Franken in den Nachbarländern eingekauft, die meisten davon in Deutschland. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr, wodurch die Schweizer Einzelhändler ein Zehntel ihres Umsatzes verlören. Grund für den Einkauftourismus sei der teure Franken.

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Der teure Franken treibt die Schweizer zum Einkaufen zunehmend ins Ausland. Im vergangenen Jahr haben sie nach Einschätzung der Credit Suisse knapp elf Milliarden Franken auf Shoppingtrips in den Nachbarländern ausgegeben – ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptziel der Einkaufstouristen sei Deutschland, erklärten die Experten der Schweizer Großbank bei der Veröffentlichung einer Studie am Dienstag. Damit gehen den Schweizer Einzelhändlern pro Jahr Einnahmen im Umfang von einem Zehntel ihres Gesamtumsatzes durch die Lappen.

Die Einkaufsausflüge ins Grenzland boomen dem Institut zufolge bereits seit 2010. Damals gewann der Höhenflug des Franken im Vergleich zum Euro an Fahrt; Anfang 2015 verteuerte sich die Schweizer Währung mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken erneut. Viele Schweizer wollen daher von den günstigeren Preisen etwa für Lebensmittel, Möbel und Bekleidung im Ausland profitieren. Sie liegen der Erhebung zufolge teilweise mehr als ein Drittel unter jenen der Schweiz.

An dem Trend zum Shoppen im Ausland dürfte sich der Credit Suisse zufolge auch im laufenden Jahr nichts ändern: Die Ökonomen erwarten eine Stabilisierung des Einkaufstourismus auf dem hohen Niveau von 2015. Den Schweizer Einzelhändlern stehe damit ein weiteres herausforderndes Jahr bevor, wenngleich die Experten durch das erwartete Bevölkerungswachstum und die steigende Ausgabefreudigkeit der Konsumenten eine leichte Entspannung für die Branche erwarten.

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