Banken-Krise: Chef der griechischen Piraeus-Bank tritt ab

Der Chef der griechischen Großbank Piraeus ist überraschend zurückgetreten. Der Rücktritt nährt Spekulationen, dass die Banken-Krise in Griechenland erneut ausbrechen könnte.

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Der Chef der griechischen Großbank Piraeus, Anthimos Thomopoulos, ist zurückgetreten. Das teilte das Geldhaus am Freitagabend mit und bestätigte damit frühere Informationen von Insidern. Das Kreditinstitut gab keine Begründung für den Abgang an. Thomopoulos war 2013 von der National Bank zu Piraeus gekommen. Auf Anfrage wollte er keine näheren Angaben zum Grund seines Rücktritts machen.

Der Bankenrettungsfonds HFSF, der an Piraeus mit 26 Prozent beteiligt ist, dementierte Medienberichte, wonach er Thomopoulos um den Schritt gebeten habe. In der griechischen Finanzpresse hatte es am Donnerstag geheißen, es habe Kritik an seinem Vorgehen bei der Rekapitalisierung der Bank im vergangenen Jahr gegeben. Das Institut brauchte im Vergleich mit anderen Banken länger, um eine milliardenschwere Kapitallücke zu stopfen, die ein EZB-Stresstest ergeben hatte. Piraeus-Aktien sackten am Freitag an der Athener Börse um 13,8 Prozent ab.

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