Umsatzeinbruch bei IBM

Der Umsatz bei IBM fiel im vergangenen Quartal um 8,5 Prozent. Der IT-Konzern kämpft inzwischen seit dreieinhalb Jahren mit sinkenden Erlösen. IBM steckt in einem langwierigen Umbau-Prozess vom Hardware- zum Software-Spezialisten fest.

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Der weltweit größte IT-Dienstleister IBM kann den Umsatzschwund nicht stoppen. Die Erlöse sanken Ende des vergangenen Jahres das 15. Quartal in Folge, wie das US-Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Mit 22,06 Milliarden Dollar erwirtschaftete IBM im vierten Quartal 8,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist – jedoch etwas mehr als von Analysten erwartet. Zu schaffen machen dem Konzern der starke Dollar und die Sparsamkeit der Kunden bei IT-Ausgaben. Damit kommt IBM beim Konzernumbau kaum voran, mit dem der Technologie-Veteran im rasanten Wandel der Branche Schritt halten will.

Vorstandschefin Ginni Rometty stößt seit längerem weniger lukrative Hardware-Sparten ab und baut gewinnträchtigere Bereiche wie Sicherheitssoftware und Cloud-Geschäfte für Angebote zur Auslagerung von Computerdiensten ins Internet aus. Damit soll IBM auch von der wachsenden Nachfrage nach einer mobilen und flexibleren Nutzung von Daten und Diensten profitieren. Rivalen wie SAP und Oracle, aber vor allem jüngere Wettbewerber wie Amazon und Salesforce können hier allerdings stärker punkten.

Und die neuen Geschäfte können die Umsatzeinbußen durch die verkauften Sparten noch nicht wettmachen. Denn auch ohne Währungseffekte lag der Umsatz-Rückgang bei zwei Prozent. Der Nettogewinn sank binnen Jahresfrist um 19 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Im nachbörslichen Handel ließ die IBM-Aktie drei Prozent nach.

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