Preise von Kreditausfall-Versicherungen der Deutschen Bank gehen zurück

Die Erholung europäischer Bankaktien hat sich am Mittwoch in einer Entspannung am Markt für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps – CDS) geäußert. Die Preise für CDS der Deutschen Bank gaben zwar etwas nach, waren aber immer noch fast doppelt so teuer wie Mitte Januar.

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Die deutliche Kurserholung bei europäischen Bankaktien hat die Stimmung am Markt für Kreditausfallversicherungen etwas aufgehellt. Die Absicherung eines zehn Millionen Euro schweren Pakets nachrangiger Verbindlichkeiten europäischer Banken gegen Zahlungsausfall kostete mit 270.088 Euro am Mittwoch rund zehn Prozent weniger, wie der Datenanbieter Markit mitteilte. Zu Wochenbeginn war der Preis zeitweise auf ein Drei-Jahres-Hoch von 302.125 Euro gestiegen. Die CDS der Deutschen Bank verbilligten sich am Mittwoch auf 215.000 Euro. Damit waren sie aber immer noch doppelt so teuer wie Mitte Januar.

Die Deutsche Bank wie auch viele andere europäische Bankentitel waren in den vergangenen Tagen unter Druck geraten, weil Anleger eine schwächelnde Weltkonjunktur und eine erhebliche Zunahme von Kreditausfällen befürchten. Seit Monatsbeginn haben die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank 19,3 beziehungsweise 15,4 Prozent eingebüßt, der europäische Bankenindex kommt auf ein Minus von 15 Prozent.

Am Mittwoch setzten die Finanztitel dann zur Erholung an. Allein die Deutsche Bank verbuchte mit einem Plus von fast 17 Prozent in der Spitze den höchsten Tagesgewinn seit sieben Jahren. Gestützt wurde die Erholungsbewegung auch durch einen Bericht der „Financial Times“, wonach das Geldhaus einen milliardenschweren Rückkauf von Anleihen prüft. Die Deutsche Bank reagiere damit auf den Wertverfall ihrer Aktien und wolle damit das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückgewinnen, schrieb die Wirtschaftszeitung. Händler bezweifelten allerdings, dass die Erholungsbewegung im Bankensektor anhalten dürfte. Die Probleme seien damit ja nicht verschwunden, sagte ein Börsianer.

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