Bürgermeister von London kämpft für den EU-Austritt

Der britische Premier warnt die Bürger vor einem EU-Austritt seines Landes: Großbritannien werde in die Dunkelheit stürzen. Sein Parteifreund Boris Johnson sieht das ganz anders: Er will für den Austritt kämpfen.

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Der einflussreiche Londoner Bürgermeister Boris Johnson wird der BBC zufolge für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union werben. Das berichtete eine Korrespondentin des Senders am Sonntag auf Twitter ohne Angaben von Quellen. Ein Insider bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters die Entscheidung des Konservativen. Premierminister David Cameron hatte noch versucht, Johnson zu umwerben und ihn dafür zu gewinnen, sich für einen Verbleib des Landes starkzumachen. Die Briten sollen im Juni darüber abstimmen.

Cameron hatte im Streit mit den 27 anderen Staats- und Regierungschefs am Freitag in Brüssel einen Durchbruch erzielt. Das Königreich wird etwa von dem Ziel einer immer engeren Integration in Europa ausgenommen. Außerdem darf die Regierung Arbeitern aus EU-Staaten vorübergehend Sozialleistungen streichen. Cameron will wegen der Zugeständnisse für die EU-Mitgliedschaft werben.

Cameron sagte am Sonntag in der BBC, der Austritt wäre ein „Sprung in die Dunkelheit“. Die Wirtschaft würde Schaden nehmen. Die Idee von nationaler Souveränität sein Illusion. Cameron warnte Johnson, sich auf die Seite des EU-Gegners Nigel Farage zu schlagen.

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