Proteste in der Türkei: Demonstranten fordern Rücktritt von Erdogan

In der Türkei demonstrieren seit mehreren Tagen tausende Menschen gegen den Bau einer Mine. Sie fordern den Rücktritt der Regierung. Am Sonntag kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE)

In der Türkei demonstrieren bereits seit mehreren Tagen Tausende von Regierungsgegnern und Umweltaktivisten gegen die Regierung in Ankara. Auslöser der Demonstrationen ist ein Vorhaben der Regierung, wonach die türkische Cengiz-Gruppe im Rahmen einer Konzession Gold und Kupfer in der Region fördern soll. Dafür sollen über 50.000 Bäume gefällt werden. Die Unruhe-Region befindet sich direkt an der Grenze zu Georgien.

In diesem Zusammenhang ist es am Sonntag zu schweren Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen, berichtet Today’s Zaman. Die linke Zeitung Cagdasses meldet, dass die Demonstranten den Rücktritt der türkischen Regierung, des türkischen Präsidenten Erdogan und des örtlichen Gouverneurs fordern.

Die Polizei setzte Tränengas ein. Die regierungsnahe Zeitung Sabah berichtet, dass die Demonstrationen in Artvin eine Neuauflage der Gezi-Park-Proteste nach sich ziehen könnten. Es gehe den Aktivisten in erster Linie nicht um den Schutz der Umwelt, sondern um den Sturz der Regierung, so das Blatt.

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