Proteste in der Türkei: Demonstranten fordern Rücktritt von Erdogan

In der Türkei demonstrieren seit mehreren Tagen tausende Menschen gegen den Bau einer Mine. Sie fordern den Rücktritt der Regierung. Am Sonntag kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE)

In der Türkei demonstrieren bereits seit mehreren Tagen Tausende von Regierungsgegnern und Umweltaktivisten gegen die Regierung in Ankara. Auslöser der Demonstrationen ist ein Vorhaben der Regierung, wonach die türkische Cengiz-Gruppe im Rahmen einer Konzession Gold und Kupfer in der Region fördern soll. Dafür sollen über 50.000 Bäume gefällt werden. Die Unruhe-Region befindet sich direkt an der Grenze zu Georgien.

In diesem Zusammenhang ist es am Sonntag zu schweren Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen, berichtet Today’s Zaman. Die linke Zeitung Cagdasses meldet, dass die Demonstranten den Rücktritt der türkischen Regierung, des türkischen Präsidenten Erdogan und des örtlichen Gouverneurs fordern.

Die Polizei setzte Tränengas ein. Die regierungsnahe Zeitung Sabah berichtet, dass die Demonstrationen in Artvin eine Neuauflage der Gezi-Park-Proteste nach sich ziehen könnten. Es gehe den Aktivisten in erster Linie nicht um den Schutz der Umwelt, sondern um den Sturz der Regierung, so das Blatt.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick