Asiens Börsen uneinheitlich, Aktie von Sharp bricht ein

Die Börsen in Asien haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während der tiefe Ölpreis die Kurse belastete, erhoffen sich Anleger vom bevorstehenden G 20-Treffen Antworten auf aktuelle Herausforderungen. Die Aktie von Sharp brach ein – das Unternehmen wurde vom Rivalen Foxconn übernommen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Die Aktie des japanischen Technologie-Unternehmens Sharp im Frankfurter Handel. (Grafik: ariva.de)

Die Aktie des japanischen Technologie-Unternehmens Sharp im Frankfurter Handel. (Grafik: ariva.de)

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zum Teil kräftig nachgegeben. Vor allem in China trennten sich die Investoren von ihren Titeln. Das war einerseits auf den wieder schwächeren Ölpreis zurückzuführen. Experten sprachen aber auch von Sorgen um die Konjunkturentwicklung. In Japan und Südkorea ging es dagegen mit den Kursen bergauf.

Der Index der chinesischen Leitbörse in Schanghai brach 6,4 Prozent ein, das Barometer für die wichtigsten Aktien in Schanghai und Shenzhen verlor 6,1 Prozent. Der Kurs des MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik ohne Japan sank um 0,5 Prozent. In Japan profitierte der Nikkei-Index dagegen vom zuletzt wieder schwächeren Yen, der Exporte verbilligte. Das Tokioter Börsenbarometer schloss 1,4 Prozent höher bei 16.140 Punkten. An der südkoreanischen Börse in Seoul ging es um 0,3 Prozent nach oben.

Investoren blickten nun auf das Treffen der Finanzminister und Notenbanker der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, das am Freitag in Singapur beginnt. „Der Internationale Währungsfonds hat vorgeschlagen, dass die Teilnehmer das G20-Treffen zu Diskussionen über ein gemeinsames Vorgehen nutzen, um eine Krise zu verhindern“, sagte Stefan Worrall von Credit Suisse in Tokio. „Ich denke, die Investoren schauen genau auf die G20 für Anzeichen einer koordinierten fiskalpolitischen Antwort.“

Bei den Einzelwerten zählten Sharp -Aktien zu den Verlierern mit einem Minus von mehr als 14 Prozent. Zuvor hatte die Zeitung Nikkei berichtet, dass der japanische Elektronik-Konzern die milliardenschwere Rettungsofferte des Apple-Zulieferers Foxconn aus Taiwan angenommen habe. Es ist der bislang größte Kauf eines japanischen Technologieunternehmens durch einen ausländischen Konzern.

Am Devisenmarkt kostete der Euro mit 1,1033 Dollar etwas mehr als am Dienstagabend in New York. Im Vergleich zur japanischen Währung notierte der Dollar wenig verändert bei 112,20 Yen.

media-fastclick media-fastclick