Fusionsfantasie stärkt Aktie von Banco Popolare

Hoffnungen auf eine baldige Fusion der italienischen Banken Banca Popolare und Banco Popolare di Milano haben die Aktien der beiden Banken am Montag gestärkt. Ein Zusammenschluss könnte weitere Fusionen in der Branche anstoßen, die an faulen Krediten leidet.

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Wieder aufflammende Hoffnungen auf einen baldigen Zusammenschluss mit Banca Popolare di Milano (BPM) haben der Aktie von Banco Popolare am Montag Auftrieb gegeben. Die Aktien des italienischen Geldhauses stiegen um bis zu 5,8 Prozent und waren damit Spitzenreiter im Leitindex der Mailänder Börse. BPM-Titel gewannen in der Spitze vier Prozent.

Banco-Popolare-Chef Pier Francesco Saviotti hatte am Wochenende gesagt, eine Einigung sei in Reichweite. Um die Auflagen der EZB-Bankenaufsicht für einen solchen Deal zu erfüllen, könne eine Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen werden. Die Führungen der beiden Banken wollen am Dienstag entscheiden, ob sie die Fusionspläne weiterverfolgen.

Die Bankenlandschaft Italiens ist stark zersplittert. Zusammenschlüsse gelten als wichtiges Instrument, um die schwächelnden Institute auf eine gesunde Basis zu stellen. Die Verhandlungen zwischen Banco Popolare und BPM ziehen sich seit Monaten hin. Stolperstein ist Insidern zufolge der Umgang mit faulen Krediten. Die EZB-Bankenwächter forderten einen rascheren Abbau. Dies würde aber hohe Verluste nach sich ziehen und die Kapitalbasis der Institute angreifen.

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